Zusatzinformationen zur StrahlenoptikThema: Scheinwerfer |
|
|||
|
1. Lichtleiter
Nicht nur zum Einsatz für die Instrumentenbeleuchtung oder für am Design orientierte Innenbeleuchtung sollen Lichtleiter (siehe rechts) zum Einsatz kommen, sondern auch für die Hauptscheinwerfer. Als Lichtquelle kommt eine lichtstarke Xenonlampe infrage, die – weg von der aufprallgefährdeten Position an der Karosseriefront – möglichst wartungsfreundlich in den Motorraum versetzt werden könnte. Allerdings müsste stets eine zweite solche Lampe in Reserve bereitgehalten werden, damit beim Ausfall der ersten nicht das gesamte Fahrzeug ohne Licht da steht. Von dieser Lichtquelle aus sollen Lichtleiter hinter Fresnel-Linsen und weitere neuartig geformte Linsenelemente führen, die vorne an der üblichen Einbaustelle der Scheinwerfer sitzen.
Hinweis
für Lehrer: Hat man sowohl den Lichtleiter vorher im Unterricht
behandelt als auch auf die Möglichkeiten und Vorteile einer Fresnel-Linse
hingewiesen (und diese am Beispiel eines Overhead-Projektors gezeigt),
so bietet sich hier eine Anwendung dieser beiden optischen Bauelemente
über den Schulalltag hinaus an.
|
![]() |
|||
![]() 2. Leuchtdioden-Technik Es wird sogar versucht, die Leuchtdioden-Technik (Bild links) für
die Hauptscheinwerfer zu übernehmen. Zurzeit sind schon viele Fahrzeuge,
nicht zuletzt LKW und Busse, mit Leuchtdioden in der Heckbeleuchtung unterwegs;
die so genannten "Dritten Bremsleuchten" sind derzeit wohl ausschließlich
in dieser Technik zu finden.
Hinweis
für Lehrer: Den Schülern sind ähnliche Leuchtdioden
bei neu entwickelten Taschenlampen und bei Laserpointern bekannt. Allerdings
gehört das Funktionsprinzip solcher Bauteile nicht zum Pflichtprogramm
der Sekundarstufe I. Für Arbeitsgemeinschaften ist diese Neuentwicklung
am Auto aber gewiss ein dankbares Thema.
3. Adaptives Licht
Sowohl Designwünsche als auch Sicherheitsaspekte förderten eine
weitere Die dazu notwendige Hauptscheinwerfer-Einheit (Bild unten) muss über folgende Komponenten verfügen:
|
||||
![]() |
||||
Die Vorteile der neuen Scheinwerfertechnik im Einzelnen: (3a) – Stadtlicht: Unterhalb von 60 km/h schalten sich die unter (II) erwähnten Zusatzscheinwerfer zur seitlichen Ausleuchtung hinzu. Ein breiter "Lichtteppich" legt sich vor das Fahrzeug, sodass seitlich liegende unbeleuchtete Dinge optimal wahrgenommen werden können. ![]()
(3b) – Abbiegelicht: Durch die Bedingungen "Geschwindigkeit unterhalb eines bestimmten Wertes" (geplant: < 40 km/h) sowie "Setzen des Fahrtrichtungsanzeigers" wird das Abbiegemodul zugeschaltet. Daraufhin wird die jeweilige Seite von den unter (II) erwähnten feststehenden Zusatzscheinwerfern zusätzlich intensiv ausgeleuchtet. Damit zum normalerweise helleren Hauptlicht keine Lichtsprünge entstehen, werden dabei die Hauptscheinwerfer etwas gedimmt. ![]()
(3c) – Kurvenlicht: Bei nächtlicher Landstraßenfahrt
sind die Nachteile des herkömmlichen, geradeaus fixierten Abblendlichtes
besonders offensichtlich: Während bei einer Linkskurve am rechten
Fahrbahnrand noch eine leidliche Ausleuchtung erfolgt, ist die Reichweite
auf der linken Seite wegen der vorgeschriebenen Asymmetrie extrem gering.
Schwenkbare Hauptscheinwerfer (Aktives Kurvenlicht) können hier große
Vorteile bieten. ![]()
(3d) – Autobahnlicht: Oberhalb von 100 km/h werden die Scheinwerfer, sofern Xenonlampen verwendet werden, nochmals um ein Drittel ihrer Leistung hochgefahren. Die Hell-Dunkelgrenze des Abblendlichtes soll geringfügig, noch im Rahmen des Erlaubten, nach oben angehoben werden. Hierfür ist eine exakte und schnelle automatische Leuchtweitenregulierung zwingend erforderlich, um den Straßenverkehr nicht unnötig zu behindern. Ferner sollen ab 120 km/h zusätzlich die unter (III) erwähnten Fernlicht-Spots zugeschaltet werden, sofern der Fahrer das Fernlicht wünscht. ![]()
(3e) – Regenlicht bzw. Schlechtwetterlicht: An der
Oberfläche einer nassen Fahrbahn treten Reflexionen auf, die Lichtstrahlen
nach dem Auftreffen auf diese spiegelnde Fläche wieder schräg
nach oben in Fahrtrichtung austreten lassen. Dies geschieht je nach Unebenheit
und Krümmung der Fahrbahn unkontrollierbar auch in diverse seitliche
Richtungen. Bei dem hellen Hauptlicht moderner Xenonlampen macht dieser
Effekt alle Berechnungen zur Verhinderung der Blendung des Gegenverkehrs
zunichte. Man nimmt daher die Helligkeit der Scheinwerfer in dem Straßenbereich
zurück, in dem durch die erwähnten Reflexionen hauptsächlich
eine Blendung des Gegenverkehrs verursacht wird. Dies geschieht, indem
eine Zusatzblende gezielt im Innern des Ellipsoid-Systems in den Lichtweg
eingefahren wird und somit für eine Reduzierung der Ausleuchtung
des so genannten "Vorfeldbereiches" sorgt. Zusätzlich werden
aber die seitlich ausleuchtenden festen Abbiegemodule aktiviert. So wird
die Gesamthelligkeit auf keinen Fall vermindert und der Fahrer sieht mehr
Details im Nahbereich. Nicht in allen neuen Scheinwerferkonstruktionen sind sämtliche hier angesprochenen Möglichkeiten verwirklicht. Kosten-Nutzen-Rechnungen sowie zurzeit noch ungeklärte Fragen der allgemeinen Zulassung in verschiedenen Ländern führen auch zu Teillösungen. Hinweis
für Lehrer:
|
||||
| << Lichtleiter Scheinwerfer | ||||